Aqua-Planning-Schwalm

Inhalt

 

1. Auf dem Weg zu einer grenzenlosen Schwalm

2. Das wertvolle Schwalmtal

3. Chancen der Schwalm

4. Von der Zielsetzung zur Umsetzung

5. Ausblick

6. Aktueller Stand

7. Presse-mitteilungen

8. Kontakt

Abbildungen

Anlage

4. Von der Zielsetzung zur Umsetzung

Übersicht über die Teilprojekte

Nachstehend folgt eine Übersicht über die neunzehn Teilprojekte, die von den Wasserverbänden ausgearbeitet wurden. Die Teilprojekte 2 bis 10 beziehen sich auf niederländisches, die restlichen auf deutsches Gebiet (die Kodierung dient nur verwaltungstechnischen Zwecken). Das Teilprojekt 1 ist befasst sich mit der Öffentlichkeitsarbeit.

Nachfolgend wird pro Teilprojekt die Problematik beschrieben und das gewünschte Konzept des Teilprojekts innerhalb des Projekts "Aqua-Planning-Schwalm" ausgearbeitet. Zugleich werden auf der Grundlage früherer Studien, insofern diese durchgeführt wurden, Lösungsansätze aufgezeigt.

 

(A1) Grenzüberschreitende Gebietsperspektive

Dieses Teilprojekt beinhaltet das Verfassen der vorliegenden grenzüberschreitenden Gebietsperspektive für das Einzugsgebiet der Schwalm, die den Rahmen für die ausgewählten Teilprojekte bildet. Außer der CD-Rom wird eine für die breite Öffentlichkeit bestimmte Broschüre im Buntdruck erstellt.

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(A2) Verbesserung Fischaufstieg Schwimmbad

Das Wehr, das für die Wasserzuführung des Ruderteichs am Schwimmbad sorgt, ist ein für Fische unüberwindbares Hindernis. Die bereits vorhandene Fischtreppe funktioniert jedoch nur unzureichend. In der Vorstudie wurde als Lösung die Beseitigung des Wehres und Wiederangleichung der Sohle an die Schwalm gewählt. Die Versorgung des Ruderteichs erfolgt dann über einen neuen Zuleitungsgraben, der flussaufwärts Wasser von der Schwalm abzweigt.                             

 

 

                                                                                                            

Fischaufstieg am Schwimmbadkomplex

 

Durch das Beseitigen der Staus ist eine Veränderung der Grundwasserverhältnisse in der Aue zu erwarten. Dem wird durch Rückhaltung des (Quell-) Wassers durch schließen von Entwässerungsgräben entgegengewirkt.Hierzu werden Lösungsdetails untersucht, wie Wahl des Abschnitts für den Zuflussgraben, funktionale Anforderungen Ruderteich, hydraulische Konsequenzen, usw. und in Entwurf bzw. Leistungsbeschreibung umgesetzt.

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(A3) Wiedervernässung De Lanck

Das Gebiet De Lanck bietet Möglichkeiten für die Entwicklung von nassen, nährstoffarmen (Quell-) Bereichen: Birkenbruchwald, nasse Heide und Sandmagerrasen. Die Gemeinde Swalmen besitzt die meisten Grundflächen und beabsichtigt, ungefähr 5 ha Landwirtschaftsgebiet, das auf einer früheren Deponie liegt, in ein Naturgebiet umzuwandeln. In dieser Studie wird untersucht, auf welche Weise dieses Gebiet vernässt werden kann.

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(A4) Pegelstation Rijksweg Swalmen

Die Abflussmessungen der Messstelle Rijksweg Swalmen (Waterschap Peel en Maasvallei) stimmen nicht mit den Messungen der Messstelle Landesgrenze (Staatliches Umweltamt Krefeld) überein. In dieser Studie werden Möglichkeiten für die Erforschung der Ursachen dieser Abweichung untersucht.

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(A5) Verschluss des Oberlaufs Teutebeek

Am Oberlauf des Teutebeek liegen ausschließlich als Naturschutzgebiete ausgewiesene Flächen. Dies bietet Chancen für die Bekämpfung der Austrocknung durch die Abdämmung dieses Abschnitts des Teutebeeks und einiger Nebenbäche. Hierdurch können sich Wildkirschen, Eschen, Erlenbruchwald, (nasses) mäßig nährstoffreiches Grasland und große Röhrichtsümpfe (weiter) entwickeln. In dieser Studie werden der Ort und die Art der Abdämmung in Bezug auf  Eigentumsverhältnisse und Flächennutzung näher untersucht. Anschließend wird für die Maßnahmen eine Leistungsbeschreibung erstellt.

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(A6) Freilegung von Quellen

In der Vergangenheit wurde an diversen Stellen die Schwalmaue durch Ablagerung von Boden und anderem Abfall künstlich aufgehöht und verengt. Stellenweise wurden so auch Quellen zugeschüttet. In dieser Studie wird untersucht, an welchen Stellen eine Wiederöffnung von Quellbereichen möglich ist. Anschließend werden Art und Umfang des deponierten Materials an dieser Stelle untersucht. Auf der Grundlage dieser Angaben werden dann eine Sanierungsempfehlung, eine Leistungsbeschreibung und ein Kostenvoranschlag erstellt.

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Eine mögliche Stelle bei Wieler

(A7) Wiedervernässung Eppenbeek

Unter diesem Titel werden eine Anzahl von Maßnahmen zusammengefasst, die zur Verbesserung der ökologischen Qualität des Eppenbeeks, der Nebengewässer Blankwaterlossing und Boukoulderdijklossing sowie der benachbarten grundwasserabhängigen Naturgebiete beitragen sollen.

Zur Bekämpfung der Austrocknung des Carthuisersbosch wird für den Oberlauf des Eppenbeeks ein Vorschlag zur Veränderung des Entwässerungssystems unterbreitet. Dies erfolgt auf der Grundlage der Untersuchungen der heutigen Stauregelung, der Flächennutzung, der Eigentumssituation und der Höhenangaben. Die Maßnahmen werden in einer Leistungsbeschreibung zusammengefasst.

Auch für das Gebiet Blankwater werden die Möglichkeiten für das Vernässen näher untersucht. Eventuelle wasserwirtschaftliche Maßnahmen werden in einem Entwurf, einem Kostenvoranschlag und einer Leistungsbeschreibung ausgearbeitet.

Die Schlossgräben der Landgüter Hillenraedt (Foto links) und Zuidewijck Spick (Foto unten) werden durch Aufstau des Eppenbeeks und der Blankwaterlossing versorgt. Dies führt zu einer Abnahme des Abflussvolumens und zu Fischwanderungsbarrieren. Die Lösung für diese Engpässe wird in einer anderen Art der Wasserzufuhr aus dem Fluss gesucht. Auf der Grundlage der verfügbaren Informationen und der Beratung mit den Gutsbesitzern werden Randbedingungen hierfür festgestellt. Anschließend wird nach einer technischen Lösung gesucht, die diesen Anforderungen entspricht (z.B.Ökowehr). Für die erarbeitete Lösung wird ein Entwurf, ein Kostenvoranschlag und eine Leistungsbeschreibung erstellt.

 

 

 

Zum Schluss werden einige Maßnahmen, die das Flussbett- und die Uferstruktur des Eppenbeeks verbessern, näher untersucht und in einer Arbeits- bzw. Leistungsbeschreibung dargestellt. Dies betrifft die Beseitigung von Uferbefestigungen und die Umgestaltung von Wasserbauwerken nahe des Sandfangs.

 

 

 

 

 

 

 

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(A8) Neugestaltung Unterlauf Teutebeek

Der Unterlauf des Teutebeeks besitzt einen unnatürlichen begradigten Verlauf und eine verschlammte Gewässersohle. Hier wird eine Renaturierung mit Herstellung eines mäandrierenden Verlaufs in einem Zweiphasenprofil geplant. Für die angrenzenden Flächen wird eine Beeinflussung des Grundwasserspiegels untersucht. Auf der Grundlage von Topographie, Eigentumsverhältnissen und hydraulischen Randbedingungen werden ein Entwurf, ein Kostenvoranschlag und eine Leistungsbeschreibung erstellt.                                 

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(A9) Anpassung der Mündung der Schwalm in die Maas

Die heutige Mündung der Schwalm wurde beim Ausbau der Maas mit dem Abtrennen einer Maasschleife bei Rijckel angelegt. Auf den letzten 600 m besitzt die Schwalm kaum Gefälle, wodurch das Wasser sehr langsam fließt und somit zu einer Verlandung der Schwalm führt. In einer Vorstudie wurde eine mögliche Reaktivierung der Maasschleife untersucht. Ein Teil des Maaswassers wird wieder, wie in einer Nebenrinne, durch den ursprünglichen Flussarm geleitet. Durch Anbindung der Schwalm an diese wieder reaktivierte Maasschleife entfällt der unnatürliche Gewässerabschnitt und die Strömungsverhältnisse bis zur Mündung werden verbessert. 

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(A10) Regenwasserrückhaltung und -versickerung in Swalmen

Die Gemeinde Swalmen erarbeitet z.Z. den Bebauungsplan Bosstraat-Zuid; durch die vorgesehene Bebauung wird die versiegelte Fläche vergrößert. Durch geeignete Rückhalte- und Versickerungsmaßnahmen des Regenwassers wird die Einleitungsmenge in die Schwalm reduziert. In dieser Studie werden, nach einer Analyse der ökologischen, technischen und hydraulischen Randbedingungen, ein Entwurf, ein Kostenvoranschlag und eine Leistungsbeschreibung für ein Versickerungsbecken in Nähe der Schwalm erstellt.

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(A11) Sohlanhebung Schwalm

Als Folge der Begradigung des Schwalmabschnitts zwischen Brüggen und der Landesgrenze ist die Gewässersohle sehr strukturarm und unterliegt wegen der hohen Fließgeschwindigkeit einer starken Tiefenerosion bei gleichzeitig relativ niedrigem Wasserstand. Auf   benachbarte grundwasserabhängige Naturschutzgebiete, wie z.B. das Elmpter Bruch wirkt sich die tiefe Lage der Schwalm entwässernd aus. Die Sohlanhebung um einige Dezimeter kann erreicht werden durch den Einbau von Sohlschwellen aus gebietseigenem Material. Zugleich werden punktuelle Gewässereinengungen sowie, da wo es möglich ist, der Anschluss von Altarmen vorgesehen, was die Strukturvielfalt des Gewässers fördert. Im Rahmen dieses Projektes werden die genannten Maßnahmen unter ökologischen und hydraulischen Gesichtspunkten näher untersucht und ein Entwurf erarbeitet.

 

 

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(A12) Biotopvernetzung Schwalm- Venekotenbach

Der Venekotenbach kreuzt die Schwalm mittels eines Dükers. Dadurch besteht zwischen beiden Wasserläufen kein hydraulischer und ökologischer Kontakt. Zudem liegt der Düker zur Zeit durch die Sohlerosion wie eine Absturz im Flussbett der Schwalm. In dieser Studie wird der Entwurf eines höhengleichen Anschlusses des Venekotenbachs an die Schwalm ausgearbeitet. Der Unterlauf des Venekotenbaches wird vom Oberlauf getrennt und ausschließlich mit Wasser aus dem nördlichen Einzugsgebiet versorgt. Durch Einbau eines Streichwehrs als Überlaufschwelle wird bei höheren Wasserständen dem Unterlauf weiterhin Wasser zugeführt.

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(A13) Sohlanhebung Venekotenbach

Zur Realisierung des  höhengleichen Anschlusses an die Schwalm werden auch die Sohle und der Wasserstand des Venekotenbachs mittels geeigneter Maßnahmen angehoben, wodurch ein Biotopverbund mit benachbarten Bereichen wiederhergestellt wird. Punktuelle Gewässereinengungen sorgen für Strukturreichtum im Gewässer. In dieser Studie wird ein Entwurf unter Berücksichtigung der Auswirkungen auf den Grundwasserstand und der nahegelegenden bebauten Gebiete erarbeitet.

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(A14) Neue Brücke Venekotenbach Schwalm

Durch die Realisierung der Maßnahmen A12 und A13 entsteht die Notwendigkeit, für den gewässerbegleitenden Forst- und Wanderweg eine neue Brücke über den Venekotenbach zu bauen. Die Holzbrücke muß 3,5 m breit und ca. 6,0 m lang sein; sie dient insbesondere der Forstwirtschaft und der Zugängigkeit des Naturschutzgebietes. In dieser Studie wird ein Entwurf einschließlich der landschaftlichen Eingliederung erarbeitet.

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(A15) Gewässerstrukturgütekarte

Für den deutschen Teil wurde vom staatlichen Umweltamt Krefeld eine Gewässerstrukturgütekarte erstellt. Zur adäquaten grenzüberschreitenden Beurteilung der Morphologie, des Abflussregimes, der Ufernutzung und des ökologischen Zustandes des Flusses wird im Rahmen dieses Projektes der niederländische Schwalmabschnitt auf gleicher Kartierungsgrundlage erfasst.

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(A16) Fischaufstieg Brüggener Mühle

Das Mühlenwehr der Brüggener Mühle ist eine Fischwanderungsbarriere. Zur Wiederherstellung der Durchgängigkeit des Flusses wurde bereits ein Entwurf für einen Fischaufstieg erstellt. In dieser Studie wird der Entwurf weiter konkretisiert und in den Rahmen der angrenzenden Maßnahmen eingearbeitet.

 

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(A17) Fischaufstieg Borner Mühle

Auch bei der Borner Mühle wird die Passierbarkeit für aquatische Organismen durch Anlage eines Fischaufstiegs wiederhergestellt. Die Entwurfskonkretisierung und Eingliederung in das Gesamtprojekt ist Umfang dieser Studie.

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(A18) Reduzierung der Erosion Lüttelforst

In der Umgebung von Lüttelforst treten bei heftigen Niederschlägen regelmäßig Überflutungen auf, die eine starke Erosion von Bodenmaterial der landwirtschaftlich genutzten Flächen in der Hanglage bewirken. In dieser Studie wird die Verwendbarkeit von bereits in benachbarten Regionen gewonnenen Erkenntnissen zur Reduzierung von Bodenerosionen geprüft und Ansätze von möglichen Gegenmaßnahmen wie veränderte Bodennutzung und wasserwirtschaftliche Regelungen erarbeitet.

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(A19) Renaturierung Schwalmaue Vennmühle

Im Bereich der Vennmühle liegt die Schwalm infolge der Melioration um 1920 nicht mehr in der natürlichen Talaue. Durch eine Renaturierung des Schwalmabschnittes zwischen der Vennmühle und der Brüggener Mühle unter Berücksichtigung der gegebenen antropogenen Nutzungen des Umfeldes wird der unnatürlch gradlinige und strukturarme Gewässerverlauf in einen möglichst naturnahen Zustand zurückgeführt. Hierbei ist von planerischer Seite insbesondere der Schutz der angrenzenden bebauten Gebiete vor Überschwemmungen durch das Anlegen niedriger Deiche zu berücksichtigen. In einer so entstehenden Gewässeraue kann sich Hochwasser in dafür vorgesehende Bereiche ausweiten und ein naturnahes Überschwemmungsgebiet ausbilden.

 

 

 

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